Eins mal eins gleich eins hoch eins Unendlich mal unendlich gleich Unendlich hoch unendlich Alles noch einmal von vorn Am Anfang war die Eins Die Eins war auch der Schluss Dieser Welt Weisheit wendet Raimon Auf den Kopf und rechnet Minus eins mal minus eins Gibt eins hoch eins Unendlich minus mal unendlich plus Gibt„Die Mathematikstunde“ weiterlesen
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Das Krematorium
. Stiller weisser Block Ende alles Seins Kremierst Mensch und Tier Schickst schick all Leben In die Ewigkeit . Stiller schwarzer Block Klotz der sternenreich Nachts über der Erde hängt Und wolkenfrei den Blick Ins All der Ewigkeit gewährt . Stiller gläsner Block Durchsicht gestattest du durch alle Sphären die Raimon reiht in allen Grössen„Das Krematorium“ weiterlesen
Erlkönigs Kunst ohne Kommerz
Wo liest sich der Erlkönig fertig? Das Gedicht ist an keine feste Region gebunden. Anlässlich der Planung einer Kulturreise nach Le Pont, gelegen zwischen zwei Seen -Interlaken – , kam mir in den Sinn, den Ort mit dem Poem zu verbinden. Ich hatte keine Vorstellung von der Gegend, die mich erwartete. Aber als Naturereignis taugte„Erlkönigs Kunst ohne Kommerz“ weiterlesen
Das Mühlrad
Elend der Welt Das unermesslich Durch die Universen drängt Und nicht verstanden wird Bildet und vernichtet Neues schafft und wieder fällt Und viele Fragen offen lässt Raimons Kraft reicht nicht Die Welt zu ermessen Just nur um ihre Grössen Ansatzweise zu skizzieren . Raimon Texte
Immensität
Die Ewigkeit im Plural Vervielfältigt der Grenzen Unendlichkeit sprengt Den Kleinblick der Erde Auf das All der Urknall Verpufft als Beigemüse Im Weltensein unser All Erlischt im Werden neuer Universen der Erde Immersion Im endlichen molekularen Reich Setzt sich fort zerfällt bis ins Kleinste das zerbirst So zeichnet sich Raimons Welt . Raimon Texte Das in„Immensität“ weiterlesen
Der Wert der Sprache
Das höchste eidgenössische Gericht – in Lausanne platziert – schränkt den Gebrauch des Wortes Milch ein. Seltsam. Wie ich diese Info in den Medien las, stieg augenblicklich Paul Celans Todesfuge in meiner Erinnerung auf. Er schrieb dieses Gedicht unter dem Eindruck der Schrecken des Zweiten Weltkrieges. Die Machthaber des Nazireiches verbannten Wörter, die ihnen nicht„Der Wert der Sprache“ weiterlesen
Der hohle Spiegel
Dein grosser Bruder schaut dich an Genau durch jenen Spiegel Der wie eine gewölbte Schüssel Dir dein Bild verschroben wiedergibt Dich erkennst du nicht im Bild Das gekrümmt vor dir Auf dich zurück geworfen wird Du siehst dein Konterfei Als wär‘s ein Universum Ein anderes als du im Spiegel siehst Nach aussen wölbst du dich„Der hohle Spiegel“ weiterlesen
Die Melodie der Ewigkeit
Die Melodie der Ewigkeit Sphärisch all umfassend Dringt durch alle Universen Füllt jedes mit einem andern Ton Klettert die Leiter der Töne Auf und ab über alle Grenzen hinweg Durchdringt die unendlichen Lagen des Kosmos Als wären sie Notenschlüssel Übereinandergelegte Melodien Mit je einem anderen Klang Wer hat Musikgehör Für Raimons neues Weltsystem . Raimon Texte
Platons Höhlenvisions Sicht auf den Hund
Mein Hund und ich formen ein angespanntes Paar, wenn wir unterwegs sind. Angespannt? Ja aber nicht, weil wir, als bildeten wir gemeinsam eine Kalesche, wie Ross und Wagen aneinander gebunden sind. Auch nicht weil der Hund mich an langer Leine hinter sich her führt. Wir sind auch keine Spanner, die hinter Büschen nach anderen Hunden„Platons Höhlenvisions Sicht auf den Hund“ weiterlesen
Entwicklung
Donner Götter Sonne Helios hiess der Namen einer Helium heisst nun eine Kraft Die als Stoff die Welt gestaltet . Kopernikus sprengte das alte All Newton gab der neuen Masse Masse Der Zahlen Gottheit klare Kraft Ein Ende setzte Einsteins Zweifel . Nun tritt Raimon aufs Tapet Rüttelt weiter an des Wissens Feste Reisst die„Entwicklung“ weiterlesen