Noch eine letzte Kurve und schon taucht im Talkessel hoch oben in den Bergern der Weiler Taveyannaz auf. Ein breiter Bergrücken schirmt den Ort, wo die Zeit stehen geblieben zu sein scheint, von der Morgensonne ab. Die Örtlichkeit ist in den Landkarten als Refuge, als Refugium, vermerkt. Keines der naturbelassen wirkenden und nach authentischem Holz„Kühe sind keine Zeugen“ weiterlesen
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Reisewut am Ort
„Suffer the little childern“ von Donna Leon erwies sich als ein hartes Stück Arbeit. Zum guten Glück gibt es in Venedig, um sich von einem Ort zu einem anderen zu verschieben, das Schiff. Meine erste Adresse war der Ramo Bragadin. Dieses wirklich sehr kurze Strässchen, vielleicht acht Meter lang, sofern das nicht schon hoch gegriffen„Reisewut am Ort“ weiterlesen
Bezaubernder Dieb
Den kann ich mir natürlich nicht entgehen lassen! Heute beende ich die Lektüre der Aspern Papers von Henry James. Die Geschichte spielt in Venedig. Zu meinem Schrecken muss ich feststellen, dass der „diebische Publizist“ zehn Seiten vor Schluss der Geschichte fluchtartig die Stadt verlässt. Also widerfährt mir hier das gleiche Schicksal wie schon in Davos.„Bezaubernder Dieb“ weiterlesen
Der Tod fährt mit
In einer schwimmenden Sardinenbüchse habe ich mich heute zum Lido begeben. In Venedig werden die Gondeln literarisch mit dem Tod verknüpft. Dieser Kahn aber, Linie 5,2, entspricht einem schwimmenden Sarg. Wer drin sitzt, hat das Gefühl, er befinde sich in einem U-Boot mit dem Schick einer Waschküche und kleinen Bullaugen, die kein Entkommen ermöglichen, wenn„Der Tod fährt mit“ weiterlesen
Alles Fake
Mit den besten Grüssen aus Venedig! Den ersten Roman habe ich vor Ort fertig gelesen. Er heisst „A Haunting in Venice“ (oder auch „Mystery in Venice“), ist Agatha Christie zugeschrieben und zeigt, wie Hercule Poirot einem Mord, bald sind es schon zwei, an einer Halloween-Party in einem Palast in Venedig nachjagt. Passt absolut in unsere„Alles Fake“ weiterlesen
Vier Tage Venedig
Erster Tag: Agatha Christie Zweiter Tag: Thomas Mann Dritter Tag: Henry James Vierter Tag: Donna Leon Weitere Texte: Marc Voltenauer: Kühe sind keine Zeugen Michael Fehr: Innere Aussichten Des Granatapfels viele Häute Leo Tolstoi: Schiere Grenzenlosigkeit Andreas Sommer: Nuithônia’s Gral Unbekannter Autor: Willkürliche Zeit Donna Leon: Feigenblatt des Superkonsums Basler Waggis: Das leere Buch Joseph„Vier Tage Venedig“ weiterlesen
Vier Tage Venedig
und weitere Miniaturen Eine Reise – vier Bücher. Das Vergnügen ist garantiert: Cafés, Sitzbänke mit Blick auf Plätze, Gebäude und Leute, statt des Besuchs von Museen und Kirchen. Diesmal hiess das auserlesene Ziel: Venedig. Die Stadt mangelt nicht an Geschichten, die von Autoren und Autorinnen blutrot oder schwarz wie die Verlogenheit in die unzähligen Kanäle„Vier Tage Venedig“ weiterlesen
Elfie Xorane
icht mehr von Zahlen und Nummern soll nunmehr die Rede sein. Namen sollen deren Platz einnehmen, schöne Garderoben und Jugendglück diese begleiten. Sie sollen den Bann brechen, den die anonymisierte Technik ausspricht. Elfie Xorane berührte die wunde Stelle. Noch war Elfie nicht ganz bewegungsunfähig. Vieles an ihr funktionierte seit langen nicht mehr. Sie war gezwungenermassen„Elfie Xorane“ weiterlesen
Stiefe Horn
n der einwohnerstärksten Stadt des Landes, das Eiger, Mönch und Jungfrau sein Eigen nennt, steckt die Eidgenössische Denkfabrik der Technik, die Technische Hochschule der Deutschschweiz. Ihr Ruhm reicht weit über den Ort Zürich in die Welt hinaus. Zur Stadt gehört auch ein in Glas gepackter Turm, der für hiesige Verhältnisse eine achtbare Höhe erreicht. Europäisch„Stiefe Horn“ weiterlesen
Isidor Poppa
ie auf den Landkarten niedlich wirkenden, in Wirklichkeit aber mächtig weit aufsteigenden Alpen, welche als wunderbare Bergwelt in einem breiten Bogen Europa vom Mittelmeer bis weit in den Osten des Kontinents durchqueren, bergen einen Höhenzug von nicht gerade besonderer Länge, der aber einen stolzen Namen trägt: Den Männlichen. Nicht eine, nein zwei auf ihre Weise„Isidor Poppa“ weiterlesen