Die Leidensgemeinschaft und ihre Darstellerinnen und Darsteller

„Warum sind wir hier?“ – „Wegen der Whisky-Flasche.“ Belegschaft: Lin                  (Firmengründer) Can                 (Keine Sprechrolle) Choelia           (Supervision) Lauren            (Spedition) Vania              (Angestellte) Josselin           (Disponent/Marketing) Jorun               (Buchhaltung) Kunden: Lomo       (Metzgermeister) Frau Wilja Müllertreu Gast 1      Jamie Gast 2      Lovis Gast 3     Caren Attentäter: Ratte Risotto Rauch Coaching: Eangiat Theaterstück:„Die Leidensgemeinschaft und ihre Darstellerinnen und Darsteller“ weiterlesen

Handelsglück ins Verderben

Senf und Seife verkauft das Geschäft. Senf und Seife haben die Angestellten im Kopf. Die Angelegenheit spielt im Liebeskessel eines Büros. Ob es sich bei dieser Einrichtung um einen Dampfkochtopf voller erfüllter Träume oder um eine aufgewärmte Schale voller unerfüllter Wünsche handelt, spielt keine Rolle. Hauptsach, die Geschichte ist amüsant. Der Mensch schwingt untenauf. (kommt„Handelsglück ins Verderben“ weiterlesen

Das Achterbahnspital 

Eigentlich beabsichtige ich, das Stück mit den Bärtierchen und den Nacktmullen, diesen fetten, nackthäutigen Met- oder Leberwürsten, fertig zu lesen. Aber in einem beschaulichen Haus zu sitzen und – als Leser – danach zu lauschen, wie es kracht und macht, wenn die Herren aneinander geraten, hat auch seinen besonderen Reiz. Um dem Nacktmull auf die„Das Achterbahnspital „ weiterlesen

Gedankenkaskaden und Lebensfallen

Jean Genets Protagonist präsentiert sich unter verschiedenen Namen und wechselndem Geschlecht. Das vereinfacht jenen, die das Buch in die Hände nehmen, den Einstieg in den Roman Notre-Dame-des-Fleurs nicht. Ein Gericht setzt gegen Schluss der Erzählung die Gestalt auf ihre bürgerliche Identität fest und den gewonnenen Freiheiten und Freizügigkeiten ein Ende. Zuvor ist der Roman jedoch„Gedankenkaskaden und Lebensfallen“ weiterlesen

Naturgewalt und Menschengewalt

Joseph Brodskys Buch habe ich am Wasser fertig gelesen. Von einem schwankenden Schiff bin ich auf einen schwankenden Steg gestiegen und von diesem in die Stadt hineingegangen, von der ich das Gefühl hatte: Auch sie schwankt und zwar wie ein kenterndes Schiff, das wegkippt. Die bekannte Metropole ist auf Pfählen gebaut. Man geht davon aus,„Naturgewalt und Menschengewalt“ weiterlesen

Endlektüren

Oder: Literaturclips zu klassischen und weniger klassischen Texten Alle Texte Wassili Grossman – Leben und Schicksal (Stalingrad) Demnächst: Fabrice Caro und Didier Conrad – Die fidele Galeere (Lissabon/Davos) Georges Rodenbach – Eurydices vollformendetes Haar (Brügge) Volker Himmelseher – Kühnes Lauf in den Untergang (Brügge) Pietr Aspe – Verbrecherjagd im Geschwindigkeitstourismus (Brügge) Norman Ohler – Thomas„Endlektüren“ weiterlesen

Die Geburt seines Namens

Das Ziel ist erreicht. Oskar Maria Grafs Buch ‘Wir sind Gefangene’ habe ich in der nach ihm benannten Brasserie in München fertig gelesen. Ganz anders als die immense Schöpferkraft und Fabulierkunst des Autors, der für die Leserinnen und Leser grosszügig seine Gedanken, Beobachtungen und Phantasien auf dem Papier auslegte, zeichnet sich das Kaffeehaus durch Schlichtheit„Die Geburt seines Namens“ weiterlesen

Die Vertreibung aus dem Paradies

Es heisst: Gott schuf die Welt in sechs Tagen und liess dann eine Pause von vierundzwanzig Stunden folgen. Das war einmal. Mark Twains kurze Geschichte über die Menschwerdung schildert die Entstehung der Menschheit aus der Perspektive eines Hundes. Diese Assoziation jedenfalls weckt der Autor mit bitterbösem Blick auf seinen Helden zu Beginn des Textes Adam’s„Die Vertreibung aus dem Paradies“ weiterlesen

Lose aller Rücksicht

Keinen geeigneteren Ort gibt es aktuell, um Kafkas Schloss fertig zu lesen, als den Strauhof in Zürich. In jener Stadt hat der Autor nie gelebt. Gleichwohl widmet ihm das Museum eine Ausstellung. Sie ist übersichtlich und informativ. Um mit den Texten des Autors vertraut zu werden, ist ein schöner, weisser Raum – karg wie der„Lose aller Rücksicht“ weiterlesen