Das ideale Buch, um mir einen Abend auf der Piazza Grande zusätzlich zu versüssen, bevor ein Film auf der riesengrossen Leinwand gezeigt wird, liegt auf meinen Knien: Wenn es Nacht wird am Lago Maggiore von Bruno Varese. Die Verlockung, den Band genau auf diesem Platz fertig zu lesen, ist ebenfalls riesig. Die Akteure im Buch„Filmflimmern auf der Piazza“ weiterlesen
Autor-Archive:traktatcarnac
Ein Lichtwerk
Mit einem Gespenst, das Cecile heisst, wandle ich durch die Strassen Nizzas, durch die Rue des Ponchettes, wo er damals auch wohnte, und gehe entlang der Promenade des Anglais, setze einen Fuss vor den andern, die Frau, wie es im Buch Winter in Nizza heisst, am Arm haltend, damals, als sie Friedrich Nietzsche führte und darauf achtete,„Ein Lichtwerk“ weiterlesen
Das Tor zum Bahnhof
Iosk Randst
Vieles dreht sich um die Bahnhöfe. Die Ideen, das Denken, das Sehen, das Sehnen. In gewissen Situationen ist ein Bahnhof ein Abschied. Dann, etwa, wenn ein Zug anrollt und die Halle für ein bestimmtes Ziel verlässt. Er schaut dem Gefährt nach und anschliessend wieder vor sich hin. Das Bier befindet sich auf dem Tisch. Das„Iosk Randst“ weiterlesen
Rückt vor
Die Strasse, an der sein für den Abend gewählter Aufenthaltsort grenzt, mündet auf den Platz. Der von ihm gewählte Aussichtspunkt befindet sich in einem Restaurant, dessen eine Ecke leicht auf das vor ihm liegende Bahnhofsgelände hinaus ragt, er jedoch dieses nicht vollständig überblickt. Verschiedene Gasthäuser teilen sich mit anderen Häuserfassaden und schlanken Vorbauten, aufgestellt wie„Rückt vor“ weiterlesen
Stücke in Brüchen
Unweigerlich drängt sich ihm der Gedanke an ein gebrochenes Herz auf. Die Steine wirken auf ihn, als seien sie zerbrochen. Woran? Er schaltet in seinen Überlegungen das Bild des gespaltenen Herzens auf und fasst es mit seinem Denken schlüssig ein. Er sucht nach Ursachen, die dazu führen, dass sich ihm das Bild dieses verletzten Körperorgans„Stücke in Brüchen“ weiterlesen
Der Spieler
Nun nimmt neben dem ihn gehörig und immer von neuem, wiederholt drohenden Durchgang am Bahnhof ein Musiker Aufstellung. Des Allotrias soll nicht genug werden. Er erkennt den Gesellen. Dort steht ein Leiermann. Er ist wirklich aus seiner Zeit, denkt er über jenen Burschen. Kein Ton seines Spiels erreicht ihn im Lokal, als jener an seinem„Der Spieler“ weiterlesen
Die Stärkung
Der Entschluss steht fest. Ihm schwebt eine Nahrung vor, die voll unverbrauchter Kraft serviert wird. Er bestellt die Karte und zeigt sich erfreut, dass er auf dieser das Gesuchte findet. Die Kellnerin wartet neben dem Tisch. Er schaut sie an. Anders als das Tor, dem gaukelnden, wahrt sie ihre Gestalt. Sie passt sich nicht chamäleonartig„Die Stärkung“ weiterlesen
Josephine Belladanza
Diesen Weg will er sich ersparen. Er sticht erneut in den Tatar hinein und hofft, dass dessen Blut ihm frische Farbe und Kraft gibt, ihn auf diese Weise auf einen Ausweg aus seinem Schicksal hinweist und ein neues Terrain vorbereitet, das er betreten kann, so dass er dem Tor auszuweichen vermag und nicht durch dieses„Josephine Belladanza“ weiterlesen
Weiches Wechselgespräch
Wohin will sie ihn befördern? Hinüber hinter das Tor? Hinauf auf eine andere Ebene? Völlig ungebeten mischt sie sich in seine Sache ein und rüttelt ihn mit ihrem Stakkato gehörig auf. Er ist durcheinander. Sie platziert sich zwischen ihm und dem Tor. Obwohl sie sich nicht von der Stelle bewegt, sich ihm nicht in Weg„Weiches Wechselgespräch“ weiterlesen